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MainRadweg: Abschnitt 13 "Frankfurt am Main bis Mainz"

Von Frankfurt nach Mainz zur Mainmündung in den Rhein

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Die Landschafts-„Erfahrung“ des letzten Tourenabschnittes gehört unbedingt zum Mainerlebnis dazu. Bis zur Mainmündung geht es – mit Ausnahme der Ortsdurchfahrten – ebenfalls verkehrsfrei auf Radwegen entlang des Flusses.

Industriegebiete und naturnahe Abschnitte gehören nun zur Tour. Im Schwanheimer Mainbogen wird zum letzten Mal die Mainseite gewechselt. Dass die Mainmündung dann näher rückt, bemerkt man zuerst an der Eindeichung des Mains. Entlang des ehemaligen Kostheimer Floßhafens gelangt man recht schnell an die Mündung des Mains in den Rhein.

Carl Zuckmayer beschrieb in „Als wär‘s ein Stück von mir“ das „sich Vermählen fremder Ströme aus fremdem Ursprung mit ihren unterschiedlichen Wasserfarben, der dunkelbraunen, fast moorigen Färbung des Mains und den gelben oder gelbgrünen, manchmal fast lichtgrünen Gewässer des Rheins.“

Am Eisernen Steg in Frankfurt/M. beginnt diese letzte Etappe des MainRadweges. War das Ufer bis zur Friedensbrücke den Museen vorbehalten, gehört es bis nach Niederrad den Krankenhäusern der Frankfurter Universitätskliniken.

Dort findet man nun auch einen Zielwegweiser: „Rhein/MZ-Kastel 36/Niederrad 1,6“. Dann geht es vom Kai hinunter zur ehemaligen Niederräder Schleuse aus der Zeit der ersten Mainregulierung und danach durch das Reich der Frankfurter Freizeitkapitäne – Bootshaus reiht sich an Bootshaus. Unter den Eisenbahnbrücken (km 4,3) hindurch geht es zur Griesheimer Schleuse und an Schwanheim (km 8) vorbei. Über die Mainbrücke (km 13,4) fährt man nach Sindlingen und dann gleich wieder zum Main hinunter.

Weiter geht es direkt am recht breiten und am ältesten regulierten Abschnitt des Mains entlang nach Okriftel (km 19). Von den nun folgenden Orten sieht man eigentlich nur die Mainfront, mit gastfreundlichen Wirtschaften und Hotels sowie Spiel- und Rastplätzen direkt am Mainufer. Bei Eddersheim (km 21,4) geht es hinauf auf den Hochwasserschutzdamm, danach ein letztes Mal unter der Autobahn A3 hindurch. Vor Flörsheim (km 26) entfernt sich der MainRadweg wieder vom Fluss.

Es ist der erste Weinbauort des Rheingaus, den wir auf unserem Weg erreichen. Gleich hinter dem Ort führt der Radweg auf dem Weg zum Main direkt an einem Rebacker vorbei. Kurz danach erreicht der Mainradler die hochklassifizierten Hochheimer Weingärten. Hochheim a. Main (km 33,3) liegt von Weinbergen umgeben etwa 35 Meter über dem Main. Ein Abstecher unter der Bahn hindurch führt Sie am Bahnhof vorbei in den schönen Weinort mit verwinkelten Altstadtgässchen und restaurierten Fachwerkhäusern.

Vom MainRadweg aus sehen wir den Ort, eingebettet in die Weinlagen Hochheimer Stein, Königin-Victoria-Berg, Herrnberg, Hofmeister, Hölle, Domdechanei, Stielweg und Sommerheil. Nach der Durchfahrt unter einer sehenswerten Eisenbahnbrücke aus dem 19. Jahrhundert und nach einer Schleuse geht es rapide mit der Selbstständigkeit des Mains zu Ende. Man ahnt nun schon den Rhein. Der Main passt sich bereits ein wenig dessen Lauf an und wird gleich darauf – bei km 38,5 – vom breiten Bett des Rheins vereinnahmt. Das „sich vermählen“ der unterschiedlichen Gewässer dauert noch ein wenig, und so hat auch der MainRadweg die Berechtigung, noch einen guten Kilometer am Rhein entlangzuführen. Dort stehen eine Menge Bänke, auf denen man sitzend, die ständige Vereinigung der beiden Flüsse vor Augen, den MainRadweg noch einmal passieren lassen und die zurückliegenden Erlebnisse feiern kann.

Der Radweg führt auf einer Brücke über den alten Floßhafen (km 39,6), am Ende der Brücke geht es dann links zum Rhein, und an der darauffolgenden Straße ist dann das endgültige Ende des MainRadweges erreicht. Der Hessische Radfernweg, der uns ab Offenbach-Rumpenheim ein stiller Begleiter war, führt geradeaus weiter rheinabwärts in das Zentrums des Rheingauer Weinbaus, doch der MainRadweg verläuft rechts zum S-Bahnhof Mainz-Kastel (km 40,2). Zur Mainzer Innenstadt und zum dortigen Bahnhof geht es über die sich wenige hundert Meter rheinabwärts anschließende Theodor-Heuss-Brücke.

Header-Bild © Fränkisches Weinland Tourismus / Holger Leue

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