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Giovanni Guidi Quartet feat. Andy Sheppard

Datum: 11.05.24 - 12.05.24

Zeit: 21:00 bis 00:00 Uhr

Wer in einer jazzigen Umgebung aufwächst, wird selbst Jazzer? Das ist bei Giovanni Guidi zumindest der Fall: Der italienische Pianist war in seiner Jugend stets umgeben von Weltklassemusikern wie Enrico Rava oder Stefano Bollani, war sein Vater Mario doch deren Manager. Wer dann als Kind schon Tipps von Profis bekommt, muss ja irgendwie zwangsläufig gut werden. Dank seines großen Talents stand er schon früh mit herausragenden Musikern wie Gianluca Petrella und vor allem Enrico Rava auf der Bühne, mit dem er in verschiedensten Konstellationen durch die ganze Welt tourte.

In seinem neu aufgestellten Quartett spielt Guidi vor allem Eigenkompositionen, die sein langjähriger Wegbegleiter Rava als „grenzenlos neugierig und unnachgiebig raffiniert“ beschreibt. Zwischen ihm und seinen Kollegen auf der Bühne entwickeln sich Gespräche, denen zu folgen dem Publikum einen unvergleichlichen Spaß macht. 

Als Sideman hat Giovanni Guidi einen Saxophonisten gewonnen, der selbst ein Weltstar ist: Der 1957 geborene Brite Andy Sheppard verfügt über eine reichhaltige musikalische Biographie. Als ECM-Aufnahmekünstler, Bandleader und Komponist ist er einer der führenden Saxophonisten Europas und einer der wenigen britischen Musiker, die einen bedeutenden Einfluss auf die internationale Jazzszene hatten.

Für sein Quartett wählte Giovanni weitere kluge Begleiter: Bassist Joe Rehmer, der eigentlich aus Woodstock (New York State) stammt, aber in Italien seine Heimat fand, sowie Schlagzeuger João Lobo aus Portugal, der als Sideman von unter anderem Nelson Veras oder Gianluca Petrella bekannt wurde. 

Mit dem Projekt „Ojos de Gato“ liefern Guidi und sein Quartett eine furiose Hommage an den argentinischen Saxofonisten Leandro „Gato“ Barbieri, der (Fun Fact) unter anderem optisches Vorbild für die Figur des Saxophonisten Zoot aus der Muppet Show war. Umso ernster ist die Musik, aus der die Proteste gegen die Militärdiktaturen Lateinamerikas des vergangenen Jahrhunderts widerhallen. Freies Spiel verdichtet sich zu Kollektivklängen, die sich wieder abstrakt auflösen.

Veranstaltungsort

Friedrichstraße 2

95448 Bayreuth

Header-Bild © FrankenTourismus / Andreas Hub