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Wilhelm Kempff

Lebensjahre des berühmten Pianisten und Komponisten in Thurnau und Positano

Datum: 13.03.22 - 21.08.22

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Wilhelm Kempff gilt in der Welt der klassischen Musik als „Jahrhundertpianist“. Seine Interpretationen von Beethoven, Brahms, Schumann und Schubert setzen bis heute Maßstäbe.

In einer Sonderausstellung widmet sich das Töpfermuseum Thurnau der Zeit, die Kempff in Schloss Thurnau und in Positano verbrachte.

1918 gibt Kempff sein Debut bei den Berliner Philharmonikern. Ein Jahr später beginnt er mit einer Skandinavien-Tournee seine Weltkarriere und nimmt erste Schallplatten auf. 1924 wird Kempff für fünf Jahre zum Direktor der Württembergischen Hochschule für Musik in Stuttgart berufen. Hier lernt er seine Frau Helene, eine geborene Hiller von Gaertringen, kennen. Mit der Machtergreifung Hitlers hat sich Kempff bereits einen großen Namen als Pianist gemacht. Er wird in die Liste der „Gottbegnadeten“ aufgenommen, was ihn vor einem Kriegseinsatz bewahren sollte. Ende 1944 wird er dennoch zum Volkssturm eingezogen und an der Panzerfaust ausgebildet.

Dank seiner Kontakte wird Kempff am 4. Februar 1945 mit seiner Familie nach Thurnau evakuiert, dem einstigen Adelssitz der Familie seiner Ehefrau. Nach einem anfänglichen Konzertierverbot der amerikanischen Militärregierung kann Kempff seine internationale Karriere von Thurnau aus fortsetzen. Er spielt an allen renommierten Konzerthäusern und erlangt weltweiten Ruhm.

1957 gründet Kempff die Fondazione Culturale Orfeo in Positano und gibt Beethoven-Interpretationskurse für ausgewählte Meisterschüler.

Wilhelm Kempff stirbt 1991 im Alter von 96 Jahren in Positano. Seit dem Jahr 2000 verbindet Thurnau und Positano eine Städtepartnerschaft, die sich unter anderem auf das Leben und Wirken Wilhelm Kempffs gründet.

Die Ausstellung, die zahlreiche Dokumente und Fotografien aus dem in Berlin verwahrten Nachlass Kempffs zeigt, wird vom 13. März bis zum 21. August 2022 in den Sonderausstellungsräumen des Töpfermuseums Thurnau zu sehen sein.

www.toepfermuseum-thurnau.de

Header-Bild © FrankenTourismus / Andreas Hub

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